60 Jahre und kein bisschen leiser

6o Jahre BDFAm heutigen Mittwoch, den 3. Juni 2009, feiert der Bund Deutscher Forstleute (BDF) sein 60jähriges Bestehen. Der BDF versteht sich heute, nach der zunehmenden Diversifizierung des Berufsbildes, als Interessensvertretung aller Menschen mit forstlicher Ausbildung. Angesichts der immer weiter steigenden Anforderungen der Gesellschaft an den Wald, wird der BDF nicht müde, als Fürsprecher des Waldes das forstliche Nachhaltigkeitsprinzip und die Integration aller Waldfunktionen zu betonen. Als konstruktiver Gesprächspartner will der BDF auch in Zukunft den Finger in Wunden legen und den Wald zur Daseinsfürsorge der Menschen erhalten.

(Bild: Im Jahr 1949 manifestierte sich der BDF zur bundesweiten Vertretung für alle Forstleute. Quelle: Helmut J. Salzer, pixelio.de)

Am 3. Juni 1949 wurde der „Bund Deutscher Forstmänner“ in Minden/Westfalen aus der Taufe gehoben. Es sollte eine Dachorganisation für alle Forstmänner aus allen Bundesländern sein. Auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau wurde dieser vierzig Jahre später in „Bund Deutscher Forstleute“ umbenannt.

Im Laufe der Zeit hat sich jedoch nicht nur der Name des Verbands geändert, sondern auch dessen Agenda. Stand im Jahr der Taufe der Bundesrepublik Deutschland der Aufbau der zerstörten und verwüsteten Wälder im Vordergrund, sind es heute die Verwaltungsstrukturen, die vor Zerschlagung und Privatisierung bewahrt werden müssen. Auch der Klimawandel und dessen Auswirkung auf die Wälder verlangen die ganze Aufmerksamkeit der Forstleute von heute.

Darüber hinaus ist der BDF auch Fachgewerkschaft und damit Tarifpartner der Arbeitgeber. Die Menschen hinter dem BDF, ganz allgemein Forstleute genannt, sind Förster, Forstwissenschaftler, Forstwirte, Waldpädagogen, selbstständige Dienstleister, Forstunternehmer, Gutachter oder sogar Baumpfleger. Der BDF gibt somit inzwischen der Forstfamilie, allen Menschen mit forstlicher Ausbildung, eine forstliche Heimat. Die Palette der politisch und gesellschaftlich gewollten Ansprüche an den Wald ist lang und vielfältig. Die Zielerreichung ist jedoch oftmals nur eindimensional ökonomisch ausgerichtet. „Wir lehnen die rein wirtschaftliche Sichtweise bei der Bewirtschaftung insbesondere der öffentlichen Wälder ab“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF.

Die hohen ökonomischen und ökologischen Anforderungen sowie die gleichzeitig bestehenden gesellschaftlichen Forderungen nach Schutz und Erholung können nur durch den Einsatz ausreichender, zeitgemäß ausgebildeter und qualifizierter Fachkräfte erfüllt werden. Personalkürzungen und eingeengte Personalkorridore widersprechen dabei der Personalnachhaltigkeit, die aber zur Aufrechterhaltung des forstlichen Nachhaltigkeitsprinzips zwingend erforderlich ist.

Unabhängig von Parteiideologien und kurzfristigen Legislaturperioden müssen für den Wald fachlich fundierte und langfristige Szenarien entwickelt werden. „Der BDF steht auch weiterhin als unabhängiger, engagierter und um die Sache bemühter Partner für Politik, Verwaltung und andere Interessensgruppen zur Verfügung“, bekräftigt Jacobs abschließend.

Pressemitteilung zum Download