Klimaschutz braucht keinen Zauberstab

ZauberstabDer Bund Deutscher Forstleute (BDF) fordert für die Rettung des Klimas einen wirklichen „Green New Deal“, angemessene Emissionsminderungen und eine erfinderische Politik. Zurzeit kommt man keinen Schritt weiter. Es zeichnet sich ab, dass die Klimaerwärmung weit über die magischen 2 °C hinweg steigt. Der BDF warnt vor dem Verlust wichtiger Waldfunktionen und verlangt Investitionen.

(Quelle: pixelio.de, Etienne Rheindahlen)

Es ist schwer, in diesen Tagen Gehör für Themen zu finden, die nicht mit Bankenrettung, Abwrackprämie und Wirtschaftskrise zu tun haben. Es ist jedoch überlebenswichtig, ebenso bedeutsame Probleme wie den Klimawandel im Fokus der Aufmerksamkeit zu behalten. Zumal die Wirtschaftskrise und deren Bekämpfung unmittelbar mit dem Klimaschutz verbunden sind, ja zusammenhängen müssen.

Die Reaktionen auf die Wirtschaftskrise erfolgten erst, nachdem alle Blasen schon geplatzt waren. Beim Klimawandel hätte dies fatale Folgen. „Die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen sind irreversibel“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF.

Schon jetzt ist klar, dass viele Worst-Case-Szenarien längst von der Wirklichkeit übertroffen werden. Der BDF fordert daher die Politik auf, endlich ehrliche Anstrengungen zu unternehmen, um dem Klimawandel effektiv zu begegnen. „Bei jeder Maßnahme und Entscheidung bezüglich der Wirtschaftskrise muss zeitgleich hinterfragt werden, welche Folgen dies für den Klimaschutz hat. Jedes Szenario muss mit operationalen Zielen für den Klimaschutz versehen werden“, fordert Jacobs.

Die Bilanz der UN-Klimagespräche in Bonn im Vorfeld des Kyoto-Folgeabkommens sind allerdings ernüchternd. Der Abschluss eines internationalen Klimaschutzabkommens in Kopenhagen Ende dieses Jahres wird schon hinterfragt. Die meisten Länder halten sich zurück, obwohl Wissenschaftler und Experten auf der ganzen Welt Vorschläge für ergebniswirksame Strategien und eine gerechte Entwicklung vorlegen. Der Wald spielt in allen Studien zum Klimawandel eine zentrale Rolle. Daher gebührt ihm auch besondere Aufmerksamkeit. Insbesondere die Abholzung großer Flächen in Drittwelt- und Schwellenländern steht im Fokus.

Der BDF fordert die Bundesregierung auf, auch den einheimischen Wald nicht aus den Augen zu verlieren. „Auch hierzulande erwarten den Wald große Strapazen. Die Forstleute und Waldbesitzer stehen vor der Herausforderung, die Wälder fit zu machen für den Klimawandel“, erläutert Hans Jacobs. Investitionen in Forschung, für Waldumbau und ausreichendes Personal sind unabdingbar, um auch für die Zukunft die vielfältigen Funktionen des Waldes für die Gesellschaft zu erhalten.

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