Fairer Lohn für gefährliche Arbeit

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) begrüßt den Schwerpunkt "Arbeitsschutz" auf der Messe Interforst in München. Die Waldarbeit gehört zu den gefährlichsten Tätigkeiten. Darüber hinaus werden hohe qualitative Anforderungen im Umgang mit dem wertvollen Ökosystem Wald gestellt. Vor diesem Hintergrund und zur Verhinderung von Lohndumping erneuert der BDF seine Forderung nach einem bundesweiten Branchenmindestlohn für Waldarbeiter. Gute, qualitativ hochwertige und gefährliche Arbeit muss fair entlohnt werden. Das gilt auch für die Arbeit der forstlichen Lohnunternehmer. Der BDF fordert daher einen forstlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde.

Am gestrigen Mittwoch begann die Interforst 2010 auf der Neuen Messe München. Die internationale viel beachtete Leistungsschau des forstlichen Sektors hat neben vielen technischen Schwerpunkten auch den Themenbereich Arbeitsschutz in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Gerade hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine Studie veröffentlicht, die der Arbeit im Wald erneut attestierte, dass sie eine der gefährlichsten in der Berufswelt ist. Erfreulich ist es daher, dass die Zahl der Arbeitsunfälle im Jahr 2009 um 14,8 Prozent gegenüber 2008 sank.

Neben der hohen Gefährdung der Waldarbeiter bei der täglichen Arbeit sieht sich der forstliche Berufsstand den Forderungen nach einem hohen qualitativen Niveau der Arbeitsergebnisse gegenüber. Immerhin geht es um das wichtigste Ökosystem und im essentielle Anforderungen der Gesellschaft an den Wald. Vor diesem Hintergrund verwundern immer wieder Dumpinglöhne, die im Preiskampf zwischen den Unternehmern entstehen.

Die kommende Arbeitnehmerfreizügigkeit wird diesen wohl nicht entspannen. "Die Waldbesitzer, auch die öffentlichen, haben hier eine besondere Verantwortung gegenüber den Beschäftigten und dem Wald. Leider werden sie dieser nicht immer gerecht", so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF. "Wir fordern daher die Einführung eines Mindestlohns in der Forstwirtschaft ein, damit forstliche Lohnunternehmer, auch Waldbesitzer die Möglichkeit erhalten, qualitativ hochwertiges Personal einzusetzen, hochwertige Arbeit zu leisten und trotzdem wettbewerbsfähig zu sein", macht Jacobs deutlich. Ein Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde ist daher ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft.

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