Forstleute zum Anfassen

Der Wald und das „Multitalent Holz“ standen in der vergangenen Woche in Halle 4.2 auf der Internationalen Grünen Woche Berlin im Mittelpunkt des Interesses. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) präsentierte die Menschen, die dahinter stehen. Die Forstleute sind täglich bis über ihre Leistungsgrenzen hinaus für den Wald und die Ansprüche der Gesellschaft an ihn da. Am 23. und 24. Januar 2010 sollte daher deutlich werden, dass sie mehr denn je im Wald gebraucht werden. Nachhaltige Forstwirtschaft sichert so den umweltfreundlichen Rohstoff Holz, integriert Naturschutz und Artenvielfalt und begegnet dem Klimawandel.

Der BDF präsentierte sich in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin in Halle 4.2.

In der Halle „Multitalent Holz“ konnten Besucher aktiv bei Verwaltungen und Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft über Erleben, Erfahren und Verstehen des Waldes dessen vielfältige Funktionen verinnerlichen. Auf dem Branchenstand des Clusters Forst und Holz in der Mitte der Halle präsentierten sich der Deutsche Forstwirtschaftsrat e.V. (DFWR), der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW).

Bild: MdB Petra Crone (SPD, im Bild rechts) mit Ines von Keller,
BDF-Geschäftsführerin, auf der Grünen Woche

Für den BDF standen zunächst die jüngsten Besucher im Mittelpunkt. Anhand von spannenden Rätseln konnten sie ihr Waldwissen testen, während sie durch Bastelaktionen auch den Werkstoff Holz kennen lernten. In dieser Zeit informierten sich die Eltern ganzheitlich über den Stellenwert und die Bedeutung der Arbeit der Forstleute im und mit dem Wald und waren damit in der Lage, die Quelle der Nachhaltigkeit zu verstehen. „Die Botschaft des generationenübergreifenden Denkens, die nicht nur im Hinblick auf den Klimawandel heute viel dringender gebraucht wird als je, war dabei nur ein Aspekt, der insbesondere durch Forstleute eindrucksvoll vermittelt werden kann“, erläutert Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF.

Zum Publikum zählte jedoch nicht nur der „Ottonormalverbraucher“ sondern auch und gerade das Fachpublikum.

Auf Einladung des BDF konnte am Sonntag MdB Petra Crone (SPD) begrüßt werden. Als neue forstpolitische Berichterstatterin ihrer Fraktion aus dem Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz informierte sie sich über die Belange der Forstleute im Kontext einer kaum vorhandenen Öffentlichkeit dafür.

„Um nachhaltige integrative Strategien für den Wald von morgen, der stabil und anpassungsfähig sein soll, zu entwickeln und umzusetzen, bedarf es vor allem gut qualifizierter und motivierter Forstleute in den Forstbetrieben und -verwaltungen in ausreichender Zahl“, stellte Ines von Keller, Bundesgeschäftsführerin des BDF, heraus. Hiervon sind die öffentlichen Forstbetriebe vieler Bundesländer bereits weit entfernt. Die Auswirkungen sind bereits deutlich zu sehen. „Diese Entwicklung hat gerade auch vor dem Hintergrund des Klimawandels als ernster Bedrohung des wertvollen Ökosystems „Wald“ eine nicht zu unterschätzende Bedeutung“, so Hans Jacobs in einem Statement. 

Pressemitteilung zum Download