Internationales Jahr der Wälder 2011

"Ihr seid groß, Ihr wirkt unbekannt, unbelohnt, frei von des Egoismus Tyrannei, und Eures stillem Fleißes Früchte reifen der späteren Nachwelt noch". Schon Schiller wusste um die immense Bedeutung der Forstleute. Im Internationalen Jahr der Wälder, das heute von der UN offiziell für die Welt eröffnet wird, soll die Waldgesinnung und das Waldwissen gefördert werden, in Deutschland explizit die Wahrnehmung des Waldkulturerbes. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) macht auf die damit eng verbundene langfristige sowie ganzheitliche und dennoch bedrohte Tätigkeit der Forstleute aufmerksam.

Am heutigen Mittwoch eröffnet die UN auf dem Waldforum der Vereinten Nationen (United Nations Forum on Forests – UNFF) in New York das Internationale Jahr der Wälder. In Deutschland wird unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff der deutsche Beitrag am 21. März unter dem Motto „Entdecken Sie unser Waldkulturerbe“ präsentiert.

Neben der besonderen Verantwortung des Menschen für den Wald, der immerhin 30 Prozent der Fläche Deutschlands bedeckt, will der BDF auch die Bedeutung der im und für den Wald arbeitenden Menschen verdeutlichen.„Ohne die Forstleute gibt es keinen Wald für Alle“, bringt es Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF auf den Punkt. Holz für Möbel, Häuser, Papier, Heizung und Kamin; sauberes Trinkwasser; gefilterte Luft; Erholung pur; Ski Heil und Pilze satt; Lebensraum von tausenden Tier- und Pflanzenarten:„Ohne die tägliche Arbeit der Forstleute erfüllt der Wald diese vielfältigen Funktionen und Anforderungen der Gesellschaft nur ungenügend. Wir engagieren uns jederzeit hoch motiviert, nachhaltig und naturnah“, erläutert Jacobs.

Neben dieser Arbeit, die für viele Menschen eher im Verborgenen liegt, will der BDF auch nicht verschweigen, dass das Personal in vielen Betrieben und Verwaltungen knapp und dazu noch überaltert ist. Eine nachhaltige Personalpolitik ist daher unabdingbar für eine zukunftsfähige und nachhaltige Forstwirtschaft, die die Ansprüche der Gesellschaft auch weiterhin erfüllen soll.

Der Wald ist nicht von ungefähr mehr als die Summe seiner Bäume. Vordergründig wirtschaftliche Gesichtspunkte genügen in der Bemessung von Personaldecken nicht, wenn es auch um die mindestens gleichermaßen wichtigen Gemeinwohlleistungen des Waldes geht.

Mehr Förster braucht der Wald!

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