Forstleute auf EU-Ebene besser vertreten

Die Union Europäischer Forstleute (UEF) wurde von der Europäischen Kommission und der Generaldirektion Landwirtschaft als offizieller Berichterstatter für Beschäftigung und Qualitätsstandards in der EU-Forststrategie ernannt. Somit werden die Interessen der Forstbeschäftigten in einem zentralen Element der europäischen Forstpolitik wirkungsvoll vertreten.

In der Diskussion um die Neuausrichtung der EU-Forststrategie konnte die Union Europäischer Forstleute (UEF) erreichen, dass die Belange der Forstbeschäftigten in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen sollen. Auf dem zweiten Treffen der Arbeitsgruppe zur Zukunft der Forststrategie in Brüssel stellte die UEF ihre Kernforderungen vor und wurde von der Europäischen Kommission und der Generaldirektion Landwirtschaft als offizieller Berichterstatter ernannt.
„Der Bund Deutscher Forstleute hat auch über die UEF immer wieder betont, wie wichtig eine europäische Forstpolitik ist. Umso erfreulicher ist nun, dass die Forstleute durch die UEF nun auch direkt beteiligt sind“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF.
Bisher wurden in der EU-Forststrategie nur die Belange der Gesellschaft, nicht aber die der Forstbeschäftigten selbst berücksichtigt. Dabei sind Förster_innen, Forstarbeiter und Forstunternehmer unverzichtbar für den Wald, für die Waldpflege, die Versorgung mit dem wertvollen Rohstoff Holz und die Erfüllung der vielfältigen Anforderungen an den Wald.
Trotz der steigenden Bedeutung der Wälder und der Forstwirtschaft wird europaweit die Zahl der Forstbeschäftigten reduziert, in manchen Ländern sogar radikal verringert. Die Auswirkungen für die Wälder, die Natur, die gesamte Gesellschaft und die Wirtschaft sind gravierend. Die Qualität der Bewirtschaftung muss daher eine größere Priorität als eine reine Kosteneinsparung erhalten.
Die weiteren Themen der Forststrategie besitzen jedoch weiter ihre Notwendigkeit. Besonders hervorzuheben sind:

  • Die multifunktionale Forstwirtschaft als übergeordnetes Ziel
  • die Notwendigkeit einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder
  • das Subsidiaritätsprinzip bei Entscheidungen und die praktische Umsetzung der Strategie
  • die Notwendigkeit einer Europäischen Forstinformations- und Kommunikationsstrategie.

An Bedeutung haben zusätzlich Strategien gegen den Klimawandel gewonnen. Verbunden damit eine verstärkte Holznutzung, der Erhalt der Biodiversität und der Schutz vor Waldbränden.
Wichtigste Maßnahme zum Schutz der Biodiversität ist die Bekämpfung des Klimawandels. Hauptrolle dabei spielt eine aktive, nachhaltige Forstwirtschaft sowie die Holzverwendung.
Die bisherige Ausgewogenheit zwischen aktiver Forstwirtschaft und Schutzgebieten sollte beibehalten werden. Neue Schutzgebiete und Stilllegungen sind bei einer naturnahen und nachhaltigen Forstwirtschaft nicht erforderlich.

Forstleute und der Forstsektor sind der Garant für die Nachhaltigkeit im Wald mit all seinen Funktionen. Dies muss der Gesellschaft noch besser vermittelt werden

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