Lohnuntergrenze auch für den Wald

GeldDer Bund Deutscher Forstleute (BDF) begrüßt die CDU-Initiative für Mindestlöhne und setzt sich gemeinsam mit dem dbb beamtenbund und tarifunion für die Einführung branchenübergreifender Lohnuntergrenzen ein. Diese sind ein erster Schritt in Richtung der sozialen Absicherung von Arbeitnehmern. Die genannte Höhe von 6,90 Euro, Unterschiede zwischen Ost und West und das weitere Verfahren bedürfen jedoch noch intensiver Diskussionen. Insbesondere für eine qualitativ hochwertige Waldarbeit, die extrem gefährlich ist und dennoch sicher sein muss, ist eine Grenze weit unter 11 Euro indiskutabel.

Nun hat auch die Bundeskanzlerin erkannt, was bereits die Mehrheit aller Deutschen fordert. Die ausreichende soziale Absicherung durch Lohnarbeit. Am Wochenende wurde verkündet, dass die CDU beabsichtigt, auf ihrem Bundesparteitag eine allgemein verbindliche Lohnuntergrenze für alle Branchen zu beschließen. Die genannte Höhe von 6,90 Euro sowie die Unterschiede zwischen Ost und West bedürfen jedoch noch weiterer Diskussionen, um den Lebensunterhalt ohne ergänzende Sozialleistungen bestreiten zu können.

Der BDF begrüßt in jedem Fall die Initiative, die nun auch die größte Volkspartei erreicht hat. Ist sie doch auch eine alte Kernforderung der Forstgewerkschaft. „Um der besonderen Verantwortung gegenüber dem Wald und den Beschäftigten nachzukommen, ist eine gerechte Entlohnung unabdingbar“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF.

Die hochriskante Waldarbeit erfordert besonders qualifizierte und hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte, die sich und die Kollegen nicht gefährden. Des Weiteren fordert das sensible Ökosystem Wald und die immensen Anforderungen der Gesellschaft Arbeitsergebnisse auf höchstem Niveau. „Hochwertiges Personal, das sehr gute Arbeit leistet, hat seinen Preis“, erläutert Jacobs weiter.

Ein forstlicher Mindestlohn ist auch ein Garant gegen Dumpinglöhne, die immer auf Kosten von Sicherheit und Qualität gehen. Im Wald, der auch der Daseinsfürsorge der gesamten Gesellschaft dient, darf es keine unqualifizierte Arbeit geben. Dies ist auch im Sinne einer modernen und ganzheitlichen Nachhaltigkeit. „Ein forstlicher Mindestlohn weit unterhalb von 11 Euro kann nur ein Riesenverlust für die Gesellschaft bedeuten“, so Jacobs abschließend.

Der BDF wird sich weiter für hochqualifiziertes Personal in ausreichendem Maße und gerechte Entlohnung und damit für hochwertige Arbeit im Wald einsetzen.

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