Greenpeace führt die Bürger hinters Licht

Die aktuelle Waldkampagne von Greenpeace arbeitet bewusst mit Fehlinformationen und unreflektierten Statistiken. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) lehnt diese einseitige Information der Bevölkerung und Verunglimpfung der Arbeit von Generationen von Forstleuten und Waldbesitzern vehement ab. „Der BDF als Mittler zwischen verschiedenen Interessen im Wald und kompetenter Gesprächspartner auch von Umweltverbänden setzt auf konstruktive Dialoge und keine ideologischen Kampagnen“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF. Der Wald ist bei Forstleuten in guten Händen.

Die aktuelle Waldkampagne von Greenpeace ko-zentriert sich auf das Bundesland Bayern und fordert für Deutschland einen Einschlagstopp in allen alten Laubwäldern. Vorrangig sind die Aktivisten an Buchenwäldern interessiert, die älter sind als 140 Jahre. Nebenbei bezichtigt man die Bayerischen Staatsforsten (Anstalt öffentlichen Rechts) stellvertretend für die Bewirtschafter der öffentlichen Wälder der Zerstörung derselben und dem Raubbau an der Natur.

Greenpeace vermittelt durch die einseitige Darstellung von Informationen, dass nur in vollständig geschützten Wäldern die Artenvielfalt geschützt würde und nur diese „Urwäldern von morgen“ einen Beitrag zum Klimaschutz leisten würden.

Die selbst ernannten Umweltschützer blenden aus, dass nur aufgrund der gescholtenen Forstwirtschaft diese wertvollen alten Wälder heute so bestehen. Die Rodungen vergangener Jahrhunderte wurden durch die Leistungen der Forstleute wett gemacht und nach nahezu waldfreien Gegenden gibt es heute wieder etwas mehr als 30 Prozent Waldanteil in Deutschland.

Der Klimaschutzeffekt von „Wirtschafts“wäldern ist weitaus höher. Zumal wenn die Holzprodukte eingerechnet werden. In Urwäldern fällt die CO2-Bilanz wesentlich geringer aus. Darüber hinaus werden große Anstrengungen darauf verwendet, arten- und strukturreiche Wälder aufzubauen und Nadelwaldmonokulturen umzuwandeln.

„Der Anteil der Laubwälder steigt, der Vorrat der Buchenwälder wird erhöht, der Anteil alter Wälder wird gesteigert, wertvolles Totholz und alte Bäume werden bewusst im Wald belassen“, so erläutert Gunter Hahner, Landesvorsitzender des BDF Bayern, die Forstwirtschaft in seinem Bundesland.

Forstleute richten ihre Arbeitsweise nach dem modernen Begriff der Nachhaltigkeit aus. Die moderne Forstwirtschaft integriert daher bewusst den Naturschutz und investiert. Nicht nur im Wissen um die natürlichen Kreisläufe und beispielsweise auch für natürliche Feinde von Schädlingen, die diese Strukturen benötigen sondern auch um der Daseinsfürsorge der Gesellschaft. Dieser sind die Bewirtschafter des öffentlichen Eigentums in besonderer Weise verpflichtet. Private Waldeigentümer arbeiten genauso werterhaltend und nachhaltig, für die eigenen Nachfolger und Erben. Dazu gehört im Wald auch der Naturschutz. Schon seit Generationen. Kontrolliert wird das Ganze durch Inventuren, bundes- und landesweit. Die Zahlen sprechen für die Forstwirtschaft.

Forstleute arbeiten für den Wald - ganzheitlich, seit Generationen. Denn wir lieben Wald.

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