Der Wald – Grüne Branche mit Jobs und Zukunft

LogoAnlässlich des „Green Day“ – dem Berufsorientierungstag des Bundesumweltministeriums (BMU) – am kommenden Montag, den 12.11.2012, stellen auch Forstleute ihre Arbeitswelt vor. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) verdeutlicht, dass der Wald mehr ist als ein Ort voller Bäume. Das Ökosystem Wald liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz, ist Ort der Ruhe und Erholung, schützt vor Hochwasser, liefert Sauerstoff und ist Lebensraum tausender Tier- und Pflanzenarten. Forstleute managen die Vielfalt und sorgen für die umfängliche Erfüllung dieser Leistungen. Ausbildung und Studium dieser Grünen Branche schlechthin qualifizieren jedoch auch für viele Aufgaben außerhalb des Waldes.

Auch die Forstleute stellen am 12.11.2012 an zahlreichen Orten in Deutschland ihre Arbeitswelt vor. Der Wald ist eine Branche mit Zukunft.

Gerade an den Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, aber auch in den Forstbetrieben und –verwaltungen selbst wird dabei deutlich, dass die Forstbranche mehr ist als Bäume absägen.

„In der Forstwirtschaft wurde vor knapp 300 Jahren der Begriff der Nachhaltigkeit erfunden und dieses bereits viel ältere Prinzip immer weiter entwickelt“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF. „Der moderne Begriff geht heute weit über den Umgang mit Ressourcen hinaus. Forstleute lernen dies mit Beginn von Ausbildung und Studium und verinnerlichen es tagtäglich. Die Langfristigkeit des eigenen Handelns ist eine Besonderheit. Heutige Entscheidungen werden bis in die nächsten paar hundert Jahre überdacht“, erläutert Jacobs das Denken und Handeln der „Förster“.

Forstleute sind heute Manager der ökosystemaren Prozesse. Klimawandel, Energiewende und die wachsenden Ansprüche der Gesellschaft an den Wald wollen unter einen Hut gebracht werden mit den Erfordernissen natürlicher Vorgänge, mit wirtschaftlichen Erwägungen, mit Notwendigkeiten des Natur- und Artenschutzes. Das Ganze natürlich nachhaltig in allen Facetten. Multifunktionale Naturnähe ist ein viel gebrauchtes Stichwort.

Das Studium und die Ausbildung von angehenden Forstleuten sind daher vielfältig und breit gefächert. Naturwissenschaftliche Fächer sind gepaart mit Betriebswirtschaft. Wuchsgesetze der Bäume mit der menschlichen Rechtsprechung. Verwaltungsgrundsätze mit Politik, Management und Sprachen.

Die Abschlüsse als Forstwirt und Meister führen noch meist zu Beschäftigungen in der Forst- und Holzbranche. Bachelor und Master von Fachhochschulen und Universitäten qualifizieren nicht nur zu den attraktiven Jobs als Förster in den Forstverwaltungen und –betrieben. Die Absolventen sind durch ihren Weitblick attraktiv für das Management vieler Firmen. In Versicherungen, Banken und anderen Wirtschaftsunternehmen finden sich Forstleute. Aber auch in waldverwandten Bereichen wie Baumschulen, in Dienstleistungsbetrieben, im Natur- und Umweltschutz, in der Baumpflege, in der Umweltbildung, im Jagdbereich oder auch in der Entwicklungshilfe gibt es Einsatzbereiche.

„Förster retten vielleicht nicht die Welt, helfen aber, sie ein großes Stück schöner zu machen“, so ist sich Hans Jacobs sicher.

Hierfür wird natürlich weiter Nachwuchs benötigt. Der BDF ermuntert die Schüler für eine Ausbildung oder ein Studium in der ursprünglichsten der Grünen Branchen. Die Zeit kann nicht reifer sein!

Mehr Informationen unter: www.greenday2012.de

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