Forstleute auf der Grünen Woche

Grüne WocheVor 300 Jahren kam ein starker Impuls aus der Forstwelt, der heute vermeintlich Grundlage jeden Handelns ist. Die Nachhaltigkeit wurde von Forstleuten geprägt und gelebt. Der Begriff ist jedoch heute eher beliebig und inhaltsleer. Im Wald ist die forstliche Nachhaltigkeit aber Verhaltenskodex. Ein Eid der ganzen forstlichen Zunft. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) repräsentiert auf der Internationalen Grünen Woche Berlin die Menschen, die dahinter stehen. Am 19. bis 20. Januar 2013 soll so deutlich werden, dass die heutigen Forstleute nicht nur im Wald mehr denn je gebraucht werden. Der Branchenauftritt des DFWR in Halle 5.2 a geht zurück zu den Quellen und zeigt neue Wege auf.

Der BDF präsentiert sich in diesem Jahr bereits zum dritten Mal auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. In diesem Jahr erfolgt der Auftritt der Forstleute auf dem Gemeinschaftsstand des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) in Halle 5.2a, der sogenannten nature.tec.

Wie auch im letzten Jahr, präsentiert nature.tec die nachwachsenden Rohstoffe und die Bioenergie. Unter dem Motto „300 Jahre Nachhaltigkeit“ versammeln sich auch sehr facettenreich die Vertreter der Forstwirtschaft und die Kerninstitutionen rund um das Thema Wald.

Auf dem Branchenstand des DFWR – der Waldinsel - können sich die Besucher ganzheitlich über den Stellenwert und die Bedeutung der Arbeit der Forstleute im und mit dem Wald informieren und lernen damit die Quelle der Nachhaltigkeit kennen. Dies soll auch dem Umgang mit ihrer Umwelt und den Ressourcen ein Beispiel sein.

Die Besucher können sich selbst als Förster versuchen und beispielhaft die vielfältigen Funktionen des Waldes im Gleichgewicht halten – so wie es die Forstleute jeden Tag tun und als Manager die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft unter einen Hut bringen.

Leitmotiv ist die moderne forstliche Nachhaltigkeit in ihren vier Dimensionen. Der Ursprung vor 300 Jahren wird ebenfalls gefeiert und kommuniziert.

Dass der Begriff aus dem Wald kommt, wissen die Wenigsten, doch die Meisten benutzen ihn. Bereits damals wurde die Beziehung zwischen Ökonomie und Ökologie beschworen. Heute ist diese trotz zahlreicher Beteuerungen zerrüttet. Ein Wandel muss her. Die Nachhaltigkeit muss wirklich Kern jeden Handlungsmusters werden.

Dieses Wissen der Behandlung von Ressourcen, der Langfristigkeit von Prozessen muss geteilt werden.

„Erster Anlaufpunkt kann der Stand der Forstleute, der ganzen Forstbranche sein. So viel Nachhaltigkeit war noch nie auf einer Grünen Woche versammelt. Kommen Sie zu uns, tauschen Sie sich aus, nehmen Sie sich ein Stück für eine neue „green economy“ mit“, lädt Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF ein. „Kommen Sie schnell, denn die Forstleute werden weniger. Eingespart in den Verwaltungen. Eine wenig nachhaltige Maßnahme“, ergänzt Jacobs noch abschließend. Auch hier bedarf es eines Umdenkens.

Der eigentliche Auftakt zur Kampagne der Deutschen Forstwirtschaft zum 300jährigen Jubiläum der forstlichen Nachhaltigkeit findet am 13. und 14. März 2013 auf der Leipziger Buchmesse statt. Die Grüne Woche kann als attraktive Vorpremiere gelten.

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