Vielfalt im Wald

Vielfalt im Wald Foto: Thao Nguyen, www.wildlife-arts.de

Anlässlich des morgigen Internationalen Tages der biologischen Vielfalt lenkt der Bund Deutscher Forstleute (BDF) den Fokus auf den Wald. Das einzigartige Ökosystem birgt eine besonders hohe Vielfalt, die auch besonderen Schutz bedarf. Forstleute als Erfinder und Hüter der Nachhaltigkeit im Wald sowie als Experten bei der Integration vielfältiger Ansprüche treten als Multiplikatoren auf und sind ein gutes Beispiel, um zu zeigen, dass Ressourcennutzung und Naturschutz im Allgemeinen und Besonderen sich nicht ausschließen. Der BDF fordert daher dazu auf, dieses Prinzip anzunehmen und im täglichen Tun zu leben.

Jährlich wird seit dem Jahr 2000 der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Der Tag erinnert an den 22. Mai 1992, an dem in Nairobi Einigkeit über den Text des UN-Übereinkommens über biologische Vielfalt erzielt wurde. Dieses Übereinkommen wurde im Rahmen des Erdgipfels im Juni 1992 in Rio de Janeiro zur Zeichnung ausgelegt.

Der Wald ist eines der artenreichsten und damit viel-fältigsten Lebensräume der Welt. Gleichzeitig ist er jedoch bedroht von aktiver Vernichtung oder von schleichender Zerstörung und Veränderung durch den Klimawandel.

„Forstleute haben eine enorme Verantwortung. Wir nutzen und schützen die Wälder gleichermaßen. Dabei ist die moderne deutsche Forstwirtschaft mittlerweile ein weltweiter Exportschlager. Wir integrieren die Nutzung des Rohstoffes Holz, den Naturschutz und viele weitere Anforderungen an Wälder. Dies funktioniert jedoch nur, solange dieses integrative Prinzip Konsens ist und keine Partikularinteressen einseitig durchgesetzt werden. Sei es von Schutz- oder Nutzseite“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF.

In Deutschland nimmt der Waldanteil seit den Entwaldungen im Mittelalter und der Industrialisierung zu. Immer wieder haben Forstleute die Vielfalt im Wald beschworen und mit der Nachhaltigkeit zum Grundsatz des Handelns gemacht.

Fichtenforste und Kiefernmonokulturen infolge schneller Wiederbewaldungen wurden bereits in der Vergan-genheit und nun bereits wieder seit einigen Jahrzehnten aktiv umgewandelt. Diese Generationenaufgabe im Dienste des Klimaschutzes dient ebenso der biologischen Vielfalt. Denn nur gemischte, vielfältige Wälder sind stabil gegen den Klimawandel. Dabei werden auch die Ziele des Naturschutzes – die Erhaltung und Erhöhung der biologischen Vielfalt – erfüllt.

Zwischenberichte zum Schutz der Vielfalt attestieren dem Wald und dessen Behandlung gute Noten. Die Anstrengungen müssen zweifelsohne weitergehen – mit Unterstützung wissenschaftlicher Begleitung.

Vielfach geäußerte und teilweise massiv vorgebrachte einseitige Forderungen von Naturschutzseite zur Still-legung von Wäldern sind jedoch fehl am Platz. Das Ziel von vielfältigen Wäldern unter gleichzeitiger Beachtung des Klimaschutzes durch deren Nutzung wird so weit verfehlt.

Zudem dienen Wälder schon immer auch als Lebens-unterhalt für Menschen. In Deutschland auch unter Wahrung der Vielfalt. So soll es sein und bleiben. Auch und vor allem seit 300 Jahren Nachhaltigkeit.

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