Forstleute erhalten mehr Geld

Tarifeinigung

Mit der Tarifeinigung vom 1. April in der Einkommensrunde des TVöD erhalten die angestellten Forstleute im Bund und den Kommunen mehr Geld. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) stimmte in der Bundestarifkommission des dbb (dbb beamtenbund und tarifunion) der Einigung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu. Damit erhöhen sich die Entgelte im Jahr 2014 um 3 Prozent, aber mindestens 90 Euro und im Jahr 2015 um weitere 2,4 Prozent. Die Tarifeinigung ist jedoch erst abgeschlossen, wenn das Verhandlungsergebnis inhaltsgleich auf die Beamten übertragen wird. Der BDF fordert eine zeitnahe Umsetzung für die Forstbeamten.

„Ich danke allen Forstleuten, die sich bei den zahlreichen Warnstreiks in den letzten Wochen beteiligt haben. Nur durch die gemeinsamen Aktionen mit den Kollegen der anderen öffentlichen Dienste konnte diese schnelle und gute Einigung der Verhandlungsführer in Potsdam gelingen“, freut sich Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF, über das Verhandlungsergebnis. „Es wurden echte Einkommenszuwächse und eine wirksame soziale Komponente erreicht“, so Jacobs weiter.

In der Einkommensrunde 2014 gab es zunächst zwei ergebnislose Verhandlungsrunden. Die Arbeitgeber waren nicht bereit, auf die Forderungen der Gewerkschaften einzugehen. Mit den zahlreichen bundesweiten Warnstreiks konnten die Arbeitnehmer jedoch deutlich machen, wie bedeutsam der öffentliche Dienst ist. Gute Arbeit muss auch gerecht und fair entlohnt werden. „Forstleute im öffentlichen Dienst sind unverzichtbar. Sie tragen umfassende Verantwortung für unseren Wald. Er ist zeitgleich naturnahes Ökosystem und Wirtschaftsraum. In diesem Spannungsfeld müssen die verschiedenen gesellschaftlichen Ansprüche ausgleichend gemanagt werden. Diese hoch qualifizierte Arbeit gelingt nur mit zufriedenen und angemessen bezahlten Mitarbeitern“, macht Jacobs deutlich.

In der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde gab es am gestrigen Abend die erfreuliche Einigung von Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern. Die Linearerhöhung von 3,0 Prozent in 2014 und 2,4 Prozent 2015 bringen reale Einkommenszuwächse für alle Beschäftigten. Der Mindestbetrag von 90 Euro ist dabei gerade für die unteren Gehaltsgruppen eine wirksame soziale Komponente. Des Weiteren wurde eine einheitliche Urlaubsregelung von 30 Tagen pro Jahr vereinbart.

Der BDF macht jedoch deutlich, dass die Tarifeinigung erst abgeschlossen ist, wenn das Verhandlungsergebnis gleichlautend auf die Beamten und damit auch die Forstbeamten übertragen wird. Diese dürfen von der Lohnentwicklung nicht abgekoppelt werden. „Einen öffentlichen Dienst der zweiten Klasse darf es nicht geben“, so Jacobs abschließend dazu.

Weitere Informationen, das Flugblatt und die vorläufigen neuen Entgelttabellen finden Sie auf der dbb-Sonderseite zur Einkommensrunde 2014.

Pressemitteilung (PDF): Forstleute erhalten mehr Geld.