Ausgezeichneter Wald - Der Schönbuch ist Waldgebiet 2014

Am Samstag, den 5. April 2014, wurde der Titel „Waldgebiet des Jahres“ für das Jahr 2014 an den baden-württembergischen Schönbuch verliehen. Forstminister Alexander Bonde freute sich über die tolle Bestätigung für den Schönbuch und für alle engagierten Menschen, die sich für dieses Waldgebiet einsetzen. Für den Bund Deutscher Forstleute (BDF), der diese Auszeichnung alljährlich vergibt, ist es vorbildlich, wie die Forstleute es im Schönbuch schaffen, die verschiedensten Interessen am Wald zu erfüllen und diesen mit all seinen Leistungen zu bewirtschaften. Die Auszeichnung soll jedoch auch Ansporn für die weitere Arbeit sein. Hierfür benötigt es jedoch mehr Forstleute im Wald.

Ausgezeichneter Wald

Deutschlands Waldgebiet des Jahres 2014, der Schönbuch, wurde offiziell am Samstag (5. April) ausgezeichnet. Mitten im Neckarraum südlich vor den Toren Stuttgarts liegt der Schönbuch, ein 156 km² großes kompaktes Waldgebiet. Es hatte im vergangenen Jahr bei einer Internetabstimmung fast 60 Prozent der Stimmen erhalten. Der BDF hatte den Wettbewerb ins Leben gerufen.

BDF-Bundesvorsitzender Hans Jacobs überreichte in Tübingen vor rund 250 Gästen aus Politik, Gesellschaft und den Bürgerinnen und Bürgern der Region den Preis an die Forstleute des Schönbuchs. Forstminister Alexander Bonde freute sich über die Auszeichnung an das „Schatzkästchen in der Mitte des Landes“. „Die Auszeichnung zeigt die Bedeutung des Schönbuchs in der Region. Vor allem aber ist es eine Auszeichnung der starken Teamleistung der Forstleute, des Naturparks, der Landkreise, von Vereinen und Initiativen“, machte Bonde deutlich.

Auch für den Tübinger Landrat, Joachim Walter, sind die hinter dem Schönbuch stehenden Menschen besonders wichtig. Dabei würden die Forstleute eine entscheidende Rolle spielen. „Wälder sind das Leben eines Landes“, zitierte Walter hierzu.

Für Max Reger, Leiter der Geschäftsführung von ForstBW, war der Ausgleich der unterschiedlichsten Interessen der Waldinteressierten von besonderer Bedeutung. Das dies gelingt, zeigt der Schönbuch vorbildlich. „Forstleute sind die neuen grünen Psychologen“, zitierte Reger dazu die Stuttgarter Zeitung. Dieser Ausgleich ist jedoch bedroht. In einer Gesprächsrunde mit Politikern des baden-württembergischen Landtags machte der BDF-Landesvorsitzende Dietmar Hellmann deutlich, dass es zu wenige Forstleute gebe. Die Arbeitsbelastung steige stetig und hat die Grenzen des Erträglichen bereits erreicht. Neu hinzukommende Aufgaben werden nicht durch Personalaufstockung untersetzt. „Der Wald ist grün. Draußen sieht man nicht, was fehlt. Die Abwägung von Interessen und deren Management sind aufwendiger denn je. Wir brauchen keine gut gemeinten Aussagen, sondern den Einstieg in das Ende vom Abbau von Stellen“, machte Hellmann deutlich.

Die Abgeordneten aller Parteien pflichteten ihm bei. Die Leistungen der Forstleute für den Wald und die Gesellschaft sind erkannt und anerkannt. „Jetzt müssen den Worten nur noch Taten folgen“, so Hans Jacobs zu dieser Diskussion.

Im Schönbuch wird nun das ganze Jahr die Auszeichnung gefeiert. Hierbei stehen wieder die Menschen im Mittelpunkt. Die Forstleute und Ihre zahlreichen Partner bieten mehr als 120 Veranstaltungen an. Mehr Informationen hierzu und zum Schönbuch an sich: www.waldgebiet-des-jahres.de oder www.naturpark-schoenbuch.de.

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