Forstberufe mit Zukunft

In einer aktuellen Studie hat der Bund Deutscher Forstleute (BDF) erstmals die forstlichen Laufbahnausbildungen der einzelnen Bundesländer gegenübergestellt und verglichen. Für alle Berufsstarter und Absolventen der Hochschulen ergibt sich eine kompakte Vergleichsmöglichkeit für den weiteren Berufsweg. Die Leistungen der einzelnen Arbeitgeber differieren teilweise erheblich. Eine große Gemeinsamkeit gibt es jedoch. Die Prognosen der meisten Länder für Einstellungen und Übernahmechancen sind so gut wie nie seit 25 Jahren. Der BDF begrüßt die Einstellungskorridore, mahnt aber gleichzeitig vor weiterem Stellenabbau. Eine gute Waldbewirtschaftung ist sonst nicht mehr möglich.

Nach einer detaillierten Erhebung von Daten zur forstlichen Laufbahnausbildung in den öffentlichen Verwaltungen der Bundesländer hat der BDF Niedersachsen nun eine zusammenfassende Studie verfasst, die Studierenden und Berufsanfängern einen einmaligen Vergleich der unterschiedlichen Bedingungen bietet.

Wo finden Trainee-Programme, wo Anwärter- und Referendarausbildungen statt? Welche Übernahmechancen gibt es und erfolgt eine Anstellung als Angestellter oder Beamter? Auf diese und weitere Fragen gibt die Studie des BDF hilfreiche Antworten.

Der Arbeitskreis Forstliche Ausbildung des BDF Niedersachsen hatte Anfang des Jahres eine Abfrage an alle Flächenbundesländer geschickt. In den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und im Saarland findet derzeit keine Ausbildung statt, obwohl besonders dort ein hoher Nachholbedarf an jungem Nachwuchs besteht.

„Wir begrüßen die Einstellungskorridore in den anderen Ländern und die damit verbundenen Chancen für junge Forstleute. Gleichzeitig ist es für eine qualitativ hochwertige Forstwirtschaft essentiell, über ausreichend und gut ausgebildetes Forstpersonal zu verfügen. Anders können die immer weiter steigenden Ansprüche an den Wald nicht erfüllt werden“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF.

Im Ergebnis der Studie zeigt sich, dass zwischen den einzelnen Ländern teilweise erhebliche Unterschiede herrschen. Diese schlagen sich in der Bezahlung nieder sowie in zusätzlichen Leistungen wie Fahrtgeld, Dienstkleidung oder Schutzausrüstung.

„Die große Gemeinsamkeit sind die guten Prognosen für Einstellungen und Übernahmechancen. 135 zukünftige RevierleiterInnen von 200 sollen zum Beispiel selbst übernommen werden“, freut sich Johannes Thiery, Leiter der Studie beim BDF Niedersachsen.

Broschüre "Forststudium - und dann?" (PDF)