Der Wald - Grüne Branche mit Jobs und Zukunft

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Anlässlich des morgigen „Green Day“ – dem Berufsorientierungstag des Bundesumweltministeriums (BMU) – stellen auch Forstleute ihre Arbeitswelt vor. Der Wald ist viel mehr als ein Ort voller Bäume. Forstleute managen die Vielfalt und sorgen für die Erfüllung der zahlreichen Waldfunktionen. Sie sind damit wichtiger Teil der Daseinsvorsorge. Ausbildung und Studium sind genauso vielfältig wie die Leistungen des Waldes. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) macht auf die guten Jobchancen aufmerksam und wird sich weiter für Neueinstellungen und die Verbesserung von Studium und Beruf einsetzen.

“Schulen checken grüne Jobs“ ist das Motto des „Green Day“. Das BMU will damit Schulen Berufe und Studium im Umweltbereich vorstellen. Auch die Forstleute stellen am 12.11.2014 an zahlreichen Orten in Deutschland ihre Arbeitswelt vor. Der Wald ist eine Branche mit Zukunft.

Gerade an Hochschulen, Universitäten und For-schungseinrichtungen, aber auch in Forstbetrieben und -verwaltungen selbst wird dabei deutlich, dass die Forstbranche mehr ist als Bäume abzusägen. „In der Forstwirtschaft wurde vor über 300 Jahren der Begriff der Nachhaltigkeit erfunden und dieses bereits viel ältere Prinzip immer weiter entwickelt“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF. „Der moderne Begriff geht heute weit über den Umgang mit Ressourcen hinaus. Forstleute lernen dies mit Beginn von Ausbildung und Studium und verinnerlichen es tagtäglich. Die Langfristigkeit des eigenen Handelns ist eine Besonderheit. Heutige Entscheidungen werden bis in die nächsten paar hundert Jahre überdacht“, erläutert Jacobs das Denken und Handeln der „Förster“.

Forstleute sind heute Manager der Prozesse im Ökosystem Wald. Klimawandel, Energiewende und die wachsenden Ansprüche der Gesellschaft an den Wald wollen unter einen Hut gebracht werden mit den Erfordernissen natürlicher Vorgänge. Dabei spielen auch wirtschaftliche Erwägungen und die Notwendigkeiten des Natur- und Artenschutzes eine wichtige Rolle. Das Ganze natürlich nachhaltig in allen Facetten. Multifunktionale Naturnähe ist ein viel gebrauchtes Stichwort.

Das Studium und die Ausbildung von angehenden Forstleuten sind daher vielfältig und breit gefächert. Naturwissenschaftliche Fächer sind gepaart mit Betriebswirtschaft. Wuchsgesetze der Bäume mit der menschlichen Rechtsprechung. Verwaltungsgrundsätze mit Politik, Management und Sprachen.

Die Abschlüsse als Forstwirt und Meister führen noch meist zu Beschäftigungen in der Forst- und Holzbranche. Bachelor und Master von Fachhochschulen und Universitäten qualifizieren nicht nur zu den attraktiven Jobs als Förster in den Forstverwaltungen und -betrieben. Obwohl gerade hier eine große Nachfrage herrscht, die in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird. Die Absolventen sind durch ihren ganzheitlichen Weitblick attraktiv für das Management vieler Firmen. Aber auch in waldverwandten Bereichen wie Baumschulen, in Dienstleistungsbetrieben, im Natur- und Umweltschutz, in der Baumpflege, in der Umweltbildung, im Jagdbereich oder auch in der Entwicklungshilfe gibt es Einsatzbereiche.

„Förster retten vielleicht nicht die Welt, helfen aber, sie ein großes Stück schöner zu machen“, so ist sich Hans Jacobs sicher. Der BDF ermuntert die Schülerinnen und Schüler für eine Ausbildung oder ein Studium in der ursprünglichsten der Grünen Branchen. Die Zeit kann nicht reifer sein!

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