BDF Einkommensrunde – Hessen muss liefern

Einkommensrunde Foto: Jens Düring

In den aktuell laufenden Verhandlungen zum Tarifvertrag der Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes Hessen blieben die Arbeitgeber bisher Antworten und Angebote schuldig. Unter dem Dach des dbb vertritt der Bund Deutscher Forstleute (BDF) die Interessen der Beschäftigten und Beamten des Landesbetriebes HessenForst und des zuständigen Ministeriums. Der BDF fordert das Land Hessen zu einem seriösen Angebot auf, um die Arbeit der Forstleute angemessen zu honorieren.

In den Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften zum Tarifvertrag des Landes Hessen für seine Beschäftigten bewegten sich erstere kein Stück. Der verhandelnde Innenminister Peter Beuth kam mit leeren Taschen zu den Verhandlungen.

Dabei hat das Land Hessen erneut die Chance verpasst, aus dem Windschatten der mächtigen Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) – aus der das Land vor elf Jahren ausgetreten ist – herauszutreten.

„Hessen führt seine Eigenständigkeit bei den Tarifverhandlungen wieder einmal ad absurdum. Es wartet ab, was die TdL macht und setzt keine eigenen Zeichen“, so Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF.

„Die Aufgaben, die Forstleute in Hessen tagtäglich schultern, unterscheiden sich in Nichts von denen ihrer Kollegen in den anderen Bundesländern. Auch die Bezahlung muss daher einheitlich sein. Ein Billigtarif ist daher mit uns nicht zu haben“, ergänzt Dr. Gero Hütte, Landesvorsitzender des BDF Hessen.

 

 

Die gemeinsamen Forderungen von BDF und dbb lauten:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 5,5 Prozent, mindestens jedoch 175 Euro
  • Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro
  • 30 Tage Urlaub für alle Auszubildenden
  • Dauerhafte Übernahme aller Auszubildenden
  • Wegfall der sachgrundlosen Befristung und Abschluss von Vereinbarungen, die die Einschränkung befristeter Arbeitsverträge zum Ziel haben
  • Änderung der Höhergruppierungsregelungen, eine stufengleiche Höhergruppierung muss her

Ein ordentlicher Tarifabschluss nützt nicht nur den Beschäftigten des Landes. Es setzt auch ein Zeichen für künftige Bewerber. Nur mit einer angemessenen und guten Bezahlung können diese gewonnen werden. Ansonsten ist die Abwanderung vorprogrammiert. Die Leistungsfähigkeit der Verwaltung steht auf dem Spiel und damit beispielsweise auch die gute Bewirtschaftung und Pflege der hessischen Wälder.

Die Einkommensrunde ist auch erst dann beendet, wenn das zu verhandelnde Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten im Kommunal- und Landesdienst übertragen ist.

Die nächste Verhandlungsrunde startet am 14. und 15. April 2015. Zur Unterstützung seiner Forderungen wird des dbb Hessen am 16. März 2015 streiken.