Arbeit im Wald unverzichtbar - gute Bezahlung auch

ForstFoto: BDF

Forstleute in Kommunen und im Bund fordern eine Entgelterhöhung um sechs Prozent. Gestern wurden die Forderungen der Gewerkschaften in der Einkommensrunde 2016 für die Beschäftigten der Kommunen und des Bundes bekannt gegeben. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) ist bei den Verhandlungen über die Bundestarifkommission des dbb beamtenbund und tarifunion (dbb) direkt vertreten. Der BDF fordert in den Verhandlungen zum TVöD ebenso eine gesicherte Zukunft für den forstlichen Nachwuchs, die Beendigung der Befristungspraxis von Arbeitsverträgen und die Übernahme der Verhandlungsergebnisse für die Beamten.

In einer gemeinsamen Sitzung von Bundestarifkommis-sion, Bundesvorstand und Grundsatzkommission für Besoldung und Versorgung hat der dbb beamtenbund und tarifunion am 18. Februar 2016 in Berlin seine For-derungen für die Einkommensrunde 2016 mit Bund und Kommunen beschlossen.

Es wird gefordert:

  • Lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent
  • Erhöhung der Auszubildenden- und Praktikantenent-gelte um 100 Euro monatlich
  • Unbefristete Übernahme aller Auszubildenden
  • Vollständige Übernahme von Reisekosten zu einer auswärtigen Berufsschule oder zu überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen
  • 30 Tage Urlaub für Auszubildende
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Zügige Einführung einer neuen Entgeltordnung im kommunalen Bereich
  • Tariflicher Ausschluss sachgrundloser Befristungen
  • Verlängerung der Altersteilzeitregelungen
  • Wirkungsgleiche Übernahme für Beamte sowie Ver-sorgungsempfänger

„Alle wissenschaftlichen Studien der jüngeren Vergan-genheit, die sich mit dem Wald befassen, stellen fest, dass der deutsche Wald sich hervorragend entwickelt. Dies ist nur den Anstrengungen der zahlreichen Forst-leute zu verdanken“, kommentiert Hans Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF, die Forderungen. „Unsere Arbeit ist sowohl unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als auch mit Blick auf Naturschutz und gesunde Ökosysteme unverzichtbar und nachhaltig. Das muss sich auch in einer angemessenen Bezahlung widerspiegeln“, sagt er weiter. „Da bleibt noch viel zu tun.“

Ein gesunder Wald, der den Klimaveränderungen trot-zen kann und zahlreiche Leistungen nachhaltig für die Gesellschaft erbringen soll, bedarf der dauerhaften und verantwortungsvollen Arbeit qualifizierter Forstleute. Echte berufliche Perspektiven gibt es nur bei Stellen ohne Befristung. Hier muss der öffentliche Dienst attraktiv bleiben, um gute Fachkräfte zu gewinnen. Gleiches gilt für attraktive Ausbildungsplätze. Gerade im ländlichen Raum muss der Jugend eine Perspektive gegeben werden. Hier sind die Arbeitgeber in der Pflicht.

Der BDF sieht jedoch nicht nur die Tarifverhandlungen allein, sondern fordert auch die gleichlautende Übertra-gung der Ergebnisse auf die Beamten. „Wir stehen für eine echte Einkommensrunde“, so Jacobs.

Der BDF ist jedoch auch Tarifpartner für den privaten Forstdienst und steht für die Verhandlung und Abschluss von Tarifverträgen für forstliche Lohnunternehmer, Dienstleister und forstliche Zusammenschlüsse zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.dbb.de/einkommensrunde2016