Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat sich bereits kritisch zum ersten Entwurf der Waldstrategie des BMELV geäußert und eigene Leitlinien für eine zukunftsweisende Gesamtwaldpolitik veröffentlicht.Pünktlich zum Internationalen Jahr der Wälder haben die Verbandsvertreter Carsten Wilcke (Deutscher Forstverein), Hans von der Goltz (Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft) und Hans Jacobs (BDF) nun auch ein Positionspapier Wald vorgelegt. Darin sind Forderungen zur zukunftsfähigen Erhaltung der Forstwirtschaft in Deutschland formuliert.
Die im Herbst 2010 vom BMELV vorgelegte Strategie, die die vielfältigen, teilweise widerstreitenden Interessenslagen um den deutschen Wald in einer Gesamtkonzeption zusammenführen soll, konnte die Erwartungen nicht annähernd erfüllen.
Sie wurde abgelehnt. Sowohl Verbände aus Naturschutz und Forstwirtschaft äußerten Kritik als auch die Forstchefkonferenz. Viele positive Entwicklungen wurden erst von außen angestoßen. Daher haben Carsten Wilcke, Hans von der Goltz und Hans Jacobs Eckpunkte und Forderungen für die forstpolitische Diskussion formuliert, die auch eine allgemeine forstliche Standortbeschreibung liefern.
„Es ist nicht erst seit der Proklamation des Internationalen Jahrs der Wälder offenkundig, dass der Wald und die Forstwirtschaft zwischen den diversen nicht immer gleichgerichteten Interessenlagen zerrieben zu werden drohen“, erläutert Jacobs, Bundesvorsitzender des BDF. „Es wird allerhöchste Zeit, dass wir aufhören, immer nur Konflikte zu suchen. Wir müssen endlich an den Lösungen zu arbeiten beginnen“, macht Jacobs deutlich.
Das Positionspapier der drei Verbandsvertreter enthält zehn zentrale Forderungen, die - verkürzt - lauten:
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