12. März 2026

Waldgebiet des Jahres 2026

Ausgezeichneter Wald: Saarkohlenwald

    Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung in Saarbrücken hat der Bund Deutscher Forstleute (BDF) heute den Saarkohlenwald als Waldgebiet des Jahres 2026 ausgezeichnet.

     

    Mit der Auszeichnung würdigt der Berufsverband insbesondere die Arbeit der Försterinnen, Förster und Forstwirte, die in diesem einzigartigen Waldgebiet Naturschutz, Waldbewirtschaftung, Industriekultur und Naherholung miteinander in Einklang bringen.

    Der Saarkohlenwald ist ein besonderes Waldgebiet im dicht besiedelten Raum rund um Saarbrücken. Seine Geschichte ist eng mit dem Steinkohlenbergbau verbunden. Heute prägen naturnahe Laubwälder, Relikte der Industriekultur und zahlreiche Lebensräume für seltene Arten das Gebiet. Gleichzeitig dient der Wald als wichtiger Erholungsraum für die Menschen der Region.

    „Der Saarkohlenwald zeigt beispielhaft, wie vielfältig und anspruchsvoll moderne Forstwirtschaft ist“, erklärte der Bundesvorsitzende des Bundes Deutscher Forstleute, Dirk Schäfer. „Unsere Kolleginnen und Kollegen kümmern sich hier um Naturschutz, Verkehrssicherung, Holznutzung, Waldpflege, Erholung und um den Erhalt eines bedeutenden Kulturraums. Diese Arbeit machen die Forstleute mit Leidenschaft – und sie verdienen dafür Aufmerksamkeit und große Anerkennung.“

    Die Forstleute arbeiten in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen. In einem urban geprägten Raum mit hohem Besucherdruck müssen sie den Wald schützen, Besucherlenkung organisieren, Konflikte zwischen Nutzergruppen moderieren und gleichzeitig den Wald fit für den Klimawandel machen.

     „Der Saarkohlenwald ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Naturschutz, nachhaltige Waldbewirtschaftung und Umweltbildung zusammenwirken können“, betonte Umweltministerin Petra Berg. „Die engagierten Forstleute leisten hier täglich einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Entwicklung klimaresilienter Wälder. Ich freue mich, dass ihre Arbeit Früchte trägt und auch außerhalb des Saarlandes Anklang findet.“

    Ein besonderes Merkmal des Gebietes ist das dreiteilige Bewirtschaftungskonzept: Im Zentrum liegt der „Urwald vor den Toren der Stadt“, in dem sich die Natur weitgehend unbeeinflusst entwickeln kann. In angrenzenden Bereichen wird der Wald mit prozessorientierter Waldwirtschaft besonders schonend genutzt, während weitere Flächen naturnah bewirtschaftet werden. Dieses Zusammenspiel liefert wertvolle Erkenntnisse für ein zukunftsfähiges Waldmanagement.

    Auch der Regionalverband Saarbrücken würdigte die Bedeutung des Waldgebietes für die Region. „Der Saarkohlenwald ist ein einzigartiger Natur- und Kulturraum mitten im Ballungsraum. Er verbindet die Geschichte unserer Industrieregion mit moderner Naturschutzarbeit und ist zugleich ein unverzichtbarer Ort der Erholung für die Menschen.“

    Mit der Auszeichnung Waldgebiet des Jahres macht der Bund Deutscher Forstleute jedes Jahr auf die Leistungen der Forstleute und die gesellschaftliche Bedeutung des Waldes aufmerksam. Der Saarkohlenwald steht 2026 exemplarisch für die Herausforderungen moderner Forstwirtschaft: den Erhalt stabiler Wälder im Klimawandel, ihre nachhaltige Nutzung, den Schutz der Biodiversität und die Sicherung wichtiger Ökosystemleistungen für die Gesellschaft.

     

    Weitere Informationen finden Sie unter www.Waldgebiet-des-Jahres.de.

    Pressemitteilung als PDF