Der Preußische Staat trieb die Insdustriealisierung des Landes voran. Der Wald im Allgemeinen und so auch der Saarkohlenwald wurde vor allem als Rohstofflieferant für die heimische Industrie, Gewerbe und Kohlenbergbau genutzt – oder degradiert, je nachdem. Gesundheits- und Erholungseffekte spielten kaum eine Rolle. Alles drehte sich ums Holz, das plötzlich in riesigen Mengen benötigt wurde.
Aber nicht irgendein Holz. Die Eiche musste es sein. Mit großflächigen Kahlschlägen baute man die Buchenwälder zu Eichenwäldern um. Konnten doch nur sie geeignetes Grubenholz für die aufkommenden Bergwerke liefern. Aus dieser Phase resultiert der hohe Eichenanteil im gesamten Saarkohlenwald. Nadelhölzer hingegen spielten nur eine untergeordnete Rolle.
Der Begriff „Saarkohlenwald“ ist dem Saarbrücker Historiker Fritz Kloevekorn (1898-1964) zu verdanken. Er stellte damit erstmals den räumlichen Bezug eines Waldgebietes zum Bergbau her. In den folgenden Jahren wurde der Begriff in vielen Publikationen aufgegriffen.