Waldgebiet des Jahres 2026

Mensch, Industrie, Natur

Ohne den Menschen wäre der Saarkohlenwald mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit heute ein Rotbuchen-Urwald. Zwischen den mächtigen Buchen würden sich nur wenige Eichen und Buntlaubarten wie Ahorn, Vogelkirsche oder Ulme behaupten.

Tatsächlich findet man auf den sowohl mit Nährstoffen als auch (bis zu einer mehrjährigen Trockenperiode ab 2019) mit Wasser gut versorgten Standorten sehr wohl eine vitale, langstämmige Buche vor. In Naturwaldzellen baut sie Holzvorräte von über 1000 Festmetern auf. Jedoch teilt sie sich, historisch bedingt, den Forst mit Eichen. Deren Anteil beträgt 39 Prozent, das heißt, auf drei Buchen kommen zwei Eichen. Zurückzuführen ist das sowohl auf die sogenannte Mittelwaldbewirtschaftung, die für eine ausgewogene Artenzusammensetzung sorgte, als auch die zunehmende Fokussierung auf Eichenholz im beginnenden 19. Jahrhundert. Witterungsbeständig, robust und lange haltbar, brachte es als Konstruktionsholz für den Steinkohlebergbau ideale Eigenschaften mit.

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