Charakteristisch für den Saarkohlewald ist die Schicksalsgemeinschaft von Kohlebergbau und Forstwirtschaft. Wo auch immer das schwarze Gold gefördert wurde, hatten Natur und Landschaft das Nachsehen. Bergehalden, Schlammweiher, Brunnenfassungen, Bergmannspfade und Grubengebäude zeugen von den aus heutiger Sicht schwerwiegenden Eingriffen in den Lebensraum Wald. Bäche wurden verlegt, Waldflächen in großem Stil gerodet, Erdmaterial tonnenweise abgetragen, ganze Ökosysteme zerstört.
Doch jedes Schlechte birgt auch sein Gutes. In Folge der einstigen Intensivnutzung durch den Menschen entstanden einzigartige Lebensräume, die vielen, darunter extrem bedrohten, Tierarten als Refugium dienen. Weshalb nicht nur Historiker, sondern auch Naturschützer bestrebt sind, die Relikte der Industriekultur für die Nachwelt zu erhalten.
Was keine ganz leichte Aufgabe ist. Peu á peu erobert die Natur ihr verlorenes Territorium zurück. Diese sukzessiven Prozesse aufzuhalten bzw. zu steuern, gehört zu den Aufgaben der Förster in den Revieren, wobei sie von Seiten des Natur– und Denkmalschutzes fachlich unterstützt werden.